OLD_Unsere Geschichte

 

Traugott und Kristina Hartmann wurden im Frühjahr 1970 vom Mülheimer Verband (MV) als Missionare nach Sambia ausgesandt. Seitdem arbeiteten sie in mehreren Städten und unterschiedlichen Projekten, immer mit dem klaren Ziel, Gemeinden zu gründen, Familien zu unterstützen und Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Im Jahr 1997, als UNICEF das „Zambia Community Schools Secretariat“ (ZCSS) mitgründete und damit den Weg für die Entstehung von Community Schulen freimachte, sahen Hartmanns die Chance auf die Verwirklichung ihrer Vision, den Herausforderungen der zunehmenden AIDS-Waisen-Problematik zu begegnen. Mit der Partnerkirche des MVs, der Christian Community Church (CCC), wurde im Mai 1998 die erste christlich geprägte Schule im Stadtteil Buyantanshi mit 200 Kindern eröffnet. Schnell folgten drei weitere Schulen im Umkreis von Kabwe. Ein halbes Jahr später besuchten bereits 700 Schüler vier Schulen in Kabwe. Als notwendiger Rechtsträger wurde die Stiftung LIFE TRUST gegründet.

Bis 2001 wuchs das Projekt so schnell heran, dass zur Bewältigung aller Aufgaben ein größeres Mitarbeiterteam nötig wurde. Traugotts und Kristinas Sohn Martin Hartmann übernahm daraufhin die Leitung von BOCCS und die Gründer arbeiteten weiterhin vollzeitlich mit. Neben dem administrativen Aufwand wuchs auch die Anzahl der  Patenschaften, so dass Martins Frau Andrea die Patenschaftsbetreuung sowie die Öffentlichkeitsarbeit übernahm.

2003 wurden die Arbeitsbereiche von BOCCS ausgeweitet, denn es wurde nun nicht mehr ausschließlich auf Ausbildung für Schüler sondern auch auf Weiterbildung für Erwachsene gesetzt. In diesem Zusammenhang wurde angehenden Lehrern die Teilnahme an dem Weiterbildungsprogramm  „Zambia Teachers Education Course“ (ZATEC) ermöglicht, mit dem Ziel, eigene Lehrer fortzubilden, um den Lehrerstandard an den Schulen zu erhöhen.

Zwischenzeitlich haben Christina und Steffen Riegsinger aus Deutschland die Projektleitung bei BOCCS übernommen und wurden 2006 wiederum von Diethelm Hartmann (Martins Bruder) als „BOCCS Coordinator“ abgelöst. Zwei Jahre später reisten Andrea und Martin Hartmann nach einem längeren Deutschlandaufenthalt wieder nach Sambia aus und übernahmen zusammen mit Diethelm die Verantwortung für das Projekt.

Traugott und Kristina Hartmann wurden 2008 nach 38 Jahren Missionsarbeit in Sambia pensioniert, arbeiten aber weiterhin ehrenamtlich bei BOCCS mit.

Im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums Ende 2009 schnupperte Miriam Kugler in die Arbeit bei BOCCS hinein. Danach beendete sie ihr Studium in Deutschland und kam schließlich für eine Festanstellung – hauptsächlich im Patenschaftsbereich – zu BOCCS nach Sambia zurück. Nach ihrer Hochzeit mit Marcus Dieckmann übernahmen die beiden Anfang 2013 die Projektleitung.