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Kabwe: die vergiftetste Stadt Afrikas?

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Heute durften wir einen besonderen Gast auf dem Officegelände begrüßen. Hokuto N. aus Japan lebt mittlerweile seit einem Jahr in Kabwe und arbeitet bei dem japanisch-sambischen Projekt KAMPAI (KAbwe Mine Pollution Amelioration Initiative), über welches er uns heute berichtete. Das Projekt beschäftigt sich mit dem großen Problem der Bleiverschmutzung und deren Auswirkungen in Kabwe und Umgebung.

Dass KAMPAI ausgerechnet hier arbeitet, ist kein Zufall, denn Kabwe ist auf der Liste der vergiftetsten Städte weltweit auf Platz 7. In der Stadt wird nun seit fast 100 Jahren Blei in Minen abgebaut, das in Form von Staubpartikeln auch in die Böden gelangt. Das Blei wird durch den (vor allem in den Compounds stark verseuchten) Staub über Atmung und Essen in den Blutkreislauf aufgenommen.

Bei jahrelangem Wohnen in verseuchten Gebieten kann ein zu hoher Bleigehalt im Blut zu Wachstumsstörungen, Schäden im Nervensystem, Intelligenzdefiziten und Entwicklungsstörungen führen. Gerade bei Kindern sind hier in Kabwe erhöhte Bleiwerte gefunden worden: Im Durchschnitt ist dieser das 10-fache von dem, was normalerweise gesund wäre.

Der Vortrag hat uns geholfen uns neu über die Ausmaße dieses Problemes bewusst zu werden und wir sehen die Veränderung und die Arbeit in dieser Situation als großes Gebetsanliegen für Kabwe an.

 

 

 

 

 

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