News

Aktuelle Informationen über das Geschehen in Sambia finden Sie hier.

Hinter den Kulissen des “lunch program“

Kategorien: BOCCS,Die Compound Schulen,Kaputula,Katondo,Kawama,Kurzzeitler berichten,Lunch Program,Makululu,Waya

header2In den BOCCS-Schulen werden die Kinder bekanntlich nicht nur geistig, sondern auch körperlich mit Nahrung versorgt. Jeden Tag gibt es warmes Mittagessen, welches aus der Basis Nshima (Maisbrei), Kohl, Kapenta (Fisch), Bohnen und manchmal Hühnchen besteht. Alle Nahrungsmittel müssen natürlich auch irgendwie an die Schulen kommen… und dazu sind aktuell die beiden Kurzzeitmitarbeiter Jaschi und Noah zuständig.

In den folgenden Zeilen gibt Noah einen kleinen Einblick, wie ein sogenannter „lunch program“-Tag aussehen kann:

Direkt nach der Morgenandacht packen wir gegen 08:30 unseren Canter, ein kleiner Truck. Kapentas, Öl sowie Maismehl und Bohnen haben wir noch von der vorherigen Woche im Lagerraum den Rest werden wir uns vom Markt besorgen. Um 09:00 geht es dorthin auch schon los. Es herrscht reges Treiben und Feilschen zwischen den Marktständen. Da wir immer viel kaufen sind wir heißbegehrte Kundschaft und werden oft schon früh vor den Marktständen von Händlern freudig empfangen. Wir brauchen noch Kohl, Tomaten und Zwiebeln. Eine Kiste Tomaten wird uns sofort von einem Mann gebracht, doch den 50Kg-Sack Bohnen müssen wir irgendwo in den engen Gassen des Marktes finden. 

Nachdem wir alle Einkäufe erledigt haben, geht es um ca. 09:30 weiter zur ersten Schule: Kabwe Main. Die Köchinnen freuen sich darüber, schon so früh beliefert zu werden und helfen uns beim Ausladen. Weiter geht es nach Katondo zur nächsten Schule. Auch hier begrüßen uns die Köchinnen, Lehrer und Kinder freudig. Letztere bieten uns wie jedes Mal ihre Hilfe beim Abladen an, indem sie uns einfach ihre Hände entgegenstrecken oder sogar die Kohlköpfe aus der Hand nehmen, um sie in die Schulküche zu befördern. Nun müssen wir noch eine ganze Weile durch den Compound fahren, um nach Waya zu gelangen. Die Kinder des Compounds rufen uns immer zu, lachen, winken und springen, wenn sie uns sehen. Manche laufen noch lange hinter dem Canter her. Wenn wir in Waya ankommen, begrüßt uns als erster der freundliche Hausmeister. Das Essen wird abgeladen, während Jaschi mit den Köchinnen spricht und herausfindet, dass ihnen langsam das Feuerholz ausgeht. Das wird notiert, kontrolliert und wahrscheinlich in der nächsten Woche nachgeliefert werden.

Nun geht es wieder zurück zum Office, wo wir den Canter wieder sauber machen und für die nächste Fahrt am vorbereiten. Am Nachmittag werden wir schonmal für Dienstag einkaufen, doch nun sind wir nach einem erlebnisreichen Vormittag erstmal reif für die Mittagspause.

geschrieben von Noah Neumann

Schreiben Sie uns, was Sie zu diesem Beitrag denken.