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Gott am Werk…

Kategorien: Katondo,Kawama

 

Im April haben wir deutschen Mitarbeiter von BOCCS zusammen mit unseren sechs Sozialarbeitern zwei ganztägige Programme vorbereitet, die diesmal vor allem die Erwachsenen in den Armenvierteln Katondo und Kawama erreichen sollten.

Am Dienstag- und Mittwochvormittag ging’s jeweils mit einem 2-3 stündigen Workshop für die Guardians (die „Erziehungsberechtigten“ unserer Patenkinder) los. Um die Gruppe in Schwung zu bringen, haben wir im Vorfeld mehrere Bemba Lieder geübt, doch schon nach kurzer Zeit haben einige musikalische Guardians die Lobpreisleitung übernommen und auf sambische Art für Stimmung gesorgt, so dass es uns nicht mehr auf den Plätzen hielt. Es folgte ein kurzes Theaterstück der Sozialarbeiter, um über einige soziale Probleme im Land aufzuklären. Sie informierten die Erziehungsberechtigten über die Rechte der Kinder, über die Folgen von Hochzeiten Minderjähriger und über häuslicher Gewalt. Bereits nach kurzer Zeit wurden viele Fragen gestellt, was deutlich machte, wie relevant diese Themen waren. Wir spürten schnell, dass es genau um diese Art der Gemeinschaft geht – die Sozialarbeiter benannten Probleme, die die Leute in den Compounds beschäftigen und zu denen sie Antworten suchten. Wir diskutieren, hörten zu und beteten mit ihnen. Und gleich im Anschluss griff Marcus einige dieser Themen in seiner kurzen Predigt auf.

Am Nachmittag sind wir in kleinen Gruppen im jeweiligen Stadtteil von Haus zu Haus gegangen, um dort für Menschen zu beten, sie zu ermutigen und ihnen von Jesus zu erzählen. Mit dabei war ein Team vom Africa Trek von der Missionsorganisation OM, das sich zu der Zeit gerade in Kabwe aufhielt. Vielen von uns hat dieser Besuch noch einmal mehr die Augen für die Not vieler Menschen dort geöffnet. In der Nähe des Marktes in Kawama trafen wir mitten am Tag viele sturzbetrunkene Männer und auch einige betrunkene Frauen, die sich kaum noch auf den Beinen halten konnten. Andere Leute erzählten von ihren Problemen mit Hexerei, Prostitution und Missbrauch.

Inmitten dieser Probleme durften wir erleben, dass Gott sichtbar und unsichtbar wirkt. So haben wir am Mittwochabend in Kawama miterleben dürfen, wie ein seit seiner Geburt taubstummer Junge plötzlich anfing, seine ersten Laute und sogar Worte zu sprechen. Diese Wunder sind real und sollten uns wieder neu daran erinnern, an welch großen Gott wir glauben.

Am Abend konnten wir eine große Leinwand aufbauen und den Jesusfilm auf Bemba zeigen. Schnell hörten von dieser besonderen Veranstaltung hunderte Menschen und wollten dabei sein. Und zwei junge Männer, für die auch schon am Nachmittag gebetet wurde, haben in Katondo ihr Leben Jesus übergeben. Hallelujah!!

Die beiden Tage in Katondo und Kawama haben uns viel Freude gemacht. Es war eine gesegnete Zeit, in der wir eine Menge über uns selbst, über die Menschen vor Ort und vor allem über Gott gelernt haben. Das positive Feedback, das wir danach von allen Seiten erhalten haben, ermutigt uns, solche bzw. ähnliche Einsätze in Zukunft unbedingt zu wiederholen.

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