News

Aktuelle Informationen über das Geschehen in Sambia finden Sie hier.

Cholera in Kabwe

Kategorien: Life Trust

In den sambischen Medien tauchte bereits Mitte Oktober „Cholera“ das erste Mal  auf. In der Hauptstadt Lusaka hatte es einige Vorfälle gegeben. Seit Anfang 2018 ist nun auch hier in Kabwe größte Vorsicht angesagt. Das Gesundheitsministerium hatte einige Untersuchungen in Restaurants und öffentlichen Toiletten unternommen und unter anderem im Wasser in Katondo Cholerabakterien gefunden.


WAS IST CHOLERA EIGENTLICH?
Cholera ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit, dessen Übertragung meistens über dreckiges Trinkwasser oder infizierte Nahrung erfolgt. Die Bakterien können extremen Durchfall und starkes Erbrechen verursachen, was ohne schnelle und präzise Behandlung bis zum Tod führen kann.


 

Aus Sicherheitsgründen sind vom Gesundheitsministerium einige Regeln aufgestellt worden. Auf den zwei großen Märkten in Kabwe ist das Militär aufgetaucht und hat Stände an und auf der Straße verboten. Diese dürfen nur noch unter Dach und mit Tischen aufgestellt werden. Einige Restaurants und Bars wurden geschlossen und vor jedem Supermarkt steht Desinfektionsmittel, welches man vor Betreten zu benutzen hat.

 

Eine weitere Maßnahme, die auch unsere Schule betrifft, ist der Aufschub von Schul- und Universitätsbeginn, der eigentlich am 15. Januar gewesen wäre. Nun wird erst Ende Januar neu besprochen, wann die Schulen wieder öffnen dürfen. Das ebenfalls verordnete Versammlungsverbot großer Gruppen schränkt uns ein wenig ein, da zum Beispiel keine Gottesdienste mehr stattfinden dürfen und unglücklicherweise auch unsere Lebensmittelvergabe an die Familien der Patenkindern diesen Monat ausfallen musste.

Bei Life Trust achten wir auf vorbeugendes hygienisches Verhalten. Wir bemühen uns regelmäßig unsere Hände gründlich abzuwaschen, definitiv nur gefiltertes und abgekochtes Wasser zu trinken und nur gekochtes Gemüse zu essen. Außerdem verzichten wir – so wie es von der Regierung empfohlen wird – auf Händeschütteln und Umarmungen, auch wenn das in der sambischen Kultur eine wirklich große Umstellung ist. Unsere Sozialarbeiter senden wir nicht mehr alle jeden Tag hinaus in die Compounds, sondern reduzieren ihre Fahrten in die Compounds auf das Notwendigste. Für uns ist wichtig, dass auch diejenigen von uns, die geimpft sind, Überträger von Bakterien sein können und daher genauso vorsichtig sein müssen.

Da die Arbeit ja trotzdem weiterlaufen muss, nutzen wir die Zeit bis die Schule wieder anfängt hauptsächlich um unsere Schulgebäude der „Life Trust School Waya“ zu renovieren (mehr Infos dazu:hier). Dennoch ist und bleibt der Choleraausbruch ein Gebetsanliegen und auch wir beten viel für die Situation in ganz Sambia.

Schreiben Sie uns, was Sie zu diesem Beitrag denken.