Child and Community Adviser

Seit diesem Jahr (2017) gibt es bei Life Trust die sogenannten „Child and Community Adviser“ (CCAs), deren Aufgaben denen eines Sozialarbeiters ähneln. Da sie selbst in der sambischen Kultur aufgewachsen sind und die Muttersprache der Patenkinder (die lokale Sprache Bemba) sprechen, haben sie eine engere Bindung ihnen, als wir Deutsche jemals aufbauen könnten. Die CCAs ermöglichen uns, Einblicke in das Alltagsleben der Kinder außerhalb der Schule, sowie in ihre Herausforderungen und ihr Wohlempfinden zu erhalten.

Das Auswählen unseres CCA-Teams begann mit Vorstellungsgesprächen am Jahresanfang und einer anschließenden Probezeit bis Mai. Nach und nach bildete sich unsere jetzige Gruppe. Einige von ihnen brachte unser sambischer Mitarbeiter Boniface zu uns, zwei sind Teil des Projekt Jonathans, andere waren bereits in unserem Sportministry oder den „Royal Rangern“ involviert.

Momentan haben wir sieben festangestellte CCAs. Ihr Fokus liegt auf jeweils einem der sechs Compounds, in denen es die BOCCS-Schulen gibt. Dort kümmern sie sich um die Patenkinder, indem sie sie zu Hause besuchen, Gespräche mit Erziehungsberechtigten und Lehrern führen und sich Zeit nehmen, den Kindern zuzuhören, wenn diese von ihren Gedanken und Erlebnissen erzählen. Des Weiteren achten sie nicht nur darauf, dass die Patenkinder wirklich zur Schule gehen und sich dort wohl fühlen, sondern sind auch Ansprechpartner für sie und ihre Familien. Immer wieder begleiten die CCAs Kinder bei Arztbesuchen oder helfen bei Konflikten in deren Familien. Gleichzeitig sollen sie Vorbilder, Ratgeber und Freunde für die Kinder sein. Eine Rolle, die sicher nicht immer leicht, dafür aber umso wichtiger ist.

Wir freuen uns zu sehen, wie unsere CCAs mehr und mehr in ihre Verantwortung hineinwachsen, daran lernen und sehen, wie ihr Tun Früchte trägt. Eine Arbeit ohne Julius, Mary, Evelyn, Wilson, Angela, Martin und Foster können wir uns als Life Trust schon gar nicht mehr vorstellen!