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Lasst Uns Froh Und Munter Sein

Kategorien: Kurzzeitler berichten,Waya

Zwei Tage, Sechs Weihnachtsfeiern: Am 7. und 8. Dezember hörte man an den Schulen in sechs Compounds um Kabwe herum laute Kinderstimmen aus ganzem Herzen ,,Joy To The World“ und viele weitere Weihnachtslieder singen. Die Weihnachtsstimmung, die für uns mit Schneeerwartungen, Weihnachtsmärtkten, dicken Mänteln und heißem Tee in Verbindung steht, findet hier bei 30 Grad und aufgrund der Regenzeit bei aufblühender Natur statt. Auf den Weihnachtsfeiern versammelten sich alle 300 bis 500 Kinder in ihren jeweiligen BOCCS Schulen meist auf dem Schulhof oder sonst im größten Raum der Schule. 

Unsere Kurzzeitler und CCA´s verteilten sich auf die Schulen, sodass auf jeder Feier Leute von Life Trust anwesend waren. Am Donnerstag waren vor allem viele von ihnen in Waya:

Als wir um etwa 10:30 Uhr auf dem Schulgelände Wayas ankamen, war zu unserer Überraschung schon alles aufgebaut und dekoriert – beispielsweise mit pinken Klopapier. Die Lehrer und Kinder schienen schon auf uns gewartet zu haben. Trotzdem dauerte es noch ein wenig, bis das offizielle Programm begann. Wir Muzungus (Weiße) wurden als Ehrengäste an einen mühevoll geschmückten Tisch gebeten, von welchem wir die Auftritte besonders gut sehen konnten. Diese Sonderstellung hat uns zum Einen sehr geehrt, zum Anderen fühlten wir uns ein wenig zu sehr in den Mittelpunkt gerrückt. Das Programm enthielt mehrere singende Chöre, Gedichtsvorträge, „Memory Verses“ (=auswendig gelernte Bibelverse), Tanzaufführungen, bei welchen wir immer wieder über das außergewöhnliche Körpergefühl der noch so jungen Kinder staunen mussten, und ein sehr schönes und witziges Krippenspiel mit kreativer Nutzung der gegebenen Mitteln zur Verkleidung, wie zum Beispiel einem Moskitonetz als Engelskostüm. Gemeinsam wurde anschließend noch Reis mit Kohl und Hühnchen gegessen, was etwas Besonderes für die meisten Kinder war, da es für sie normalerweise nur sehr wenig Fleisch gibt und der Reis an diesem Tag den sonst so üblichen Maisbrei (Nshima) ersetzte.

Es herrschte insgesamt eine heitere Stimmung, alle schienen die Gemeinschaften sehr zu genießen und man merkte, dass sie sich, wie in Deutschland auch, darauf freuten, bald in die Ferien entlassen zu werden. Es war wie jedes Jahr ein sehr besonderes Event und alle, die von uns dabei sein konnten, haben es sehr genossen, die Talente der Kinder zu sehen und mit ihnen feiern zu können.

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