Geschichte

Traugott und Kristina Hartmann wurden Anfang 1970 als Missionare der Velberter Mission e.V. nach Sambia ausgesandt und reisten dort am 2. Februar desselben Jahres ein. Seitdem arbeiteten sie in mehreren Städten und unterschiedlichen Projekten, immer mit dem klaren Ziel, Gemeinden zu gründen, Familien zu unterstützen und Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Ab 1982 übernahm der Mülheimer Verband (MV) zunächst die finanzielle und später, im Jahre 1986, die direkte Unterstützung des Ehepaars. Noch im gleichen Jahr trat der MV in Partnerschaft mit der neu gegründeten „Christian Fellowships in Zambia“ (CFZ), welche 1994 zur „Christian Community Church“ (CCC) wurde.

Im Jahr 1997, als UNICEF das „Zambia Community Schools Secretariat“ (ZCSS) mitgründete und damit den Weg für die Entstehung von Community Schulen freimachte, sahen Hartmanns die Chance auf die Verwirklichung ihrer Vision, den Herausforderungen der zunehmenden AIDS-Waisen-Problematik zu begegnen. Gemeinsam mit der CCC wurde im Mai 1998 die erste christlich geprägte Schule im Stadtteil Buyantanshi mit 200 Kindern eröffnet. Schnell folgten drei weitere Schulen im Umkreis von Kabwe. Als notwendiger Rechtsträger wurde daraufhin im Juli 1998 die Stiftung „Life Trust“ gegründet. Ein halbes Jahr nach Eröffnung des ersten Schulgebäudes besuchten bereits 700 Schüler vier Schulen in Kabwe.

Bis 2001 wuchs das Projekt so schnell heran, dass zur Bewältigung aller Aufgaben ein größeres Mitarbeiterteam nötig wurde. Traugotts und Kristinas Sohn Martin Hartmann übernahm daraufhin die Leitung von Life Trust, während die Gründer weiterhin vollzeitlich mitarbeiteten. Neben dem administrativen Aufwand wuchs auch die Anzahl der Patenschaften, so dass Martins Frau Andrea die Patenschaftsbetreuung sowie die Öffentlichkeitsarbeit übernahm.

2003 wurden die Arbeitsbereiche von Life Trust ausgeweitet, denn es wurde nun nicht mehr ausschließlich auf Ausbildung für Schüler, sondern auch auf Weiterbildung für Erwachsene gesetzt. In diesem Zusammenhang wurde angehenden Lehrern die Teilnahme an dem Weiterbildungsprogramm  „Zambia Teachers Education Course“ (ZATEC) ermöglicht – mit dem Ziel, eigene Lehrer fortzubilden, um den Lehrerstandard an den Schulen zu erhöhen.

Zwischenzeitlich übernahmen Christina und Steffen Riegsinger aus Deutschland die Projektleitung bei Life Trust und wurden 2006 wiederum von Diethelm Hartmann (Martins Bruder) als „BOCCS Coordinator“ abgelöst. Zwei Jahre später reisten Andrea und Martin Hartmann nach einem längeren Deutschlandaufenthalt erneut nach Sambia aus und übernahmen bis Ende 2012 die Verantwortung für das Projekt. Auch Diethelm Hartmann, Martins Bruder, arbeitete während dieser Zeit in der Leitung mit.

Traugott und Kristina wurden schließlich 2008 nach 38 Jahren Missionsarbeit in Sambia pensioniert. Sie arbeiten seitdem aber weiterhin von Deutschland aus ehrenamtlich bei Life Trust mit.

Anfang 2013 geschah ein weiterer Umbruch in der Leitung – Marcus und Miriam Dieckmann übernahmen die Verantwortung für Life Trust. Wie ist es dazu gekommen?

Im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums Ende 2009 schnupperte Miriam (damals noch Kugler) in die Arbeit bei Life Trust hinein. Danach beendete sie ihr Studium in Deutschland und kam schließlich für eine Festanstellung – hauptsächlich im Patenschaftsbereich – zu Life Trust nach Sambia zurück. Hier in Kabwe lernten sie und Marcus sich kennen; Marcus war zu dieser Zeit noch für OM (Operation Mobilisation) tätig. Nach ihrer Hochzeit im Herbst 2012 übernahmen die beiden Anfang 2013 die Projektleitung von Life Trust.