Bildung bringt Hoffnung


Der Zusammenhang zwischen Bildung und Hoffnung ist für die meisten Europäer zunächst leicht verständlich. Aber wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir, wie weitreichend die Folgen von Bildung bzw. mangelnder Bildung sind.
Das haben auch die Vertreter der 164 Staaten auf dem Weltbildungsforum im Jahr 2000 in Dakar (Senegal) erkannt und einen Aktionsplan (Milleniumserklärung) verfasst. Unter dem Leitsatz „Bildung für alle“ (Education for all – EFA) wurden sechs Ziele festgelegt, die weltweit bis 2015 umgesetzt werden sollen.

Zu den allgemein anerkannten Folgen und positiven Auswirkungen von Bildung gehören z.B. das Erlernen der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit sowie Lebens- und Alltagsfertigkeiten („life skills“). Dabei gilt Bildung als die Voraussetzung für eine nachhaltige menschliche Entwicklung und ein friedliches Zusammenleben. Sie fördert eigenverantwortlichem Handeln, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein. Außerdem schafft sie die Basis für Hilfe zur Selbsthilfe und dies spielt im afrikanischen Kontext eine besondere Rolle.

In Sambia gibt es keine Schulpflicht. Die Arbeitslosenrate ist erschreckend hoch und es gibt mehr als 750.000 Aidswaisen (Stand 2006), von denen die meisten keine Schulbildung haben. Die Schulausbildung an staatlichen Schulen kostet Geld (Schulgebühren, Uniform, Materialkosten etc.) und das können sich viele der Menschen hier nicht leisten. Außerdem müssen 50% der 2,4 Mio. Kinder zwischen 7 und 14 Jahren bereits zu Hause mitarbeiten, da ein oder beide Elternteile verstorben sind und die jüngeren Geschwister versorgt werden müssen.

Als BOCCS 1998 gegründet wurde war Schulbildung zahlreichen Aids-Waisen und anderen bedürftigen Kindern in Kabwe unzugänglich und das in einem Land, das geistig, wirtschaftlich und auch geistlich ein unglaubliches Potenzial hat. Als Christen haben wir den Wunsch unser Umfeld positiv zu verändern. Und damals wie heute möchten wir dieses Ziel mit Hilfe der sechs BOCCS Schulen in sechs verschiedenen Stadteile von Kabwe verwirklichen. Neben dem Mathe- und Englischunterricht sollen die Kinder dort echte Gemeinschaft und Fürsorge erleben: Ohren die Zuhören, eine starke Schulter zum Anlehnen, Wegweisung und Korrektur. Unsere Schulen sollen Träger der Hoffnung sein. In einem Umfeld, in dem gegenseitige Annahme, Frieden und christliche Nächstenliebe vorherrschen, können Kindern besser lernen und ihr Potenzial entwickeln. Und bei all dem wünschen wir uns, dass die Schulen Orte sind, an denen die Kinder Jesus Christus kennenlernen und damit echte Hoffnung erleben.

 

Quellen: Wikipedia, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Unesco